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Wie schon an vorhergehender Stelle angekündigt, feierte die Schützengesellschaft noch vor dem Zusammenschluss 1935 ihr 75jähriges Schützenfest.
Die "Fränkische Presse" widmete in ihrer Ausgabe vom 27. Juli 1935 diesem großen Ereignis folgende Zeilen:
"75. Schützenfest und Kirchweih in Wallenfels
Wallenfels feiert Sonntag und Montag, 28. und 29. Juli das 75-jährige Bestehen der Schützengesellschaft mit Schützenauszug und Kinderfest, Scharfschießen auf 120 Meter und Kleinkaliberschießen auf 50 Meter. - Ein Schützenkorps bestand in Wallenfels schon im 17. und 18. Jahrhundert, daran erinnert noch die alte Flurbezeichnung "Scheiben" auf dem Grundstück des Sägewerks Andreas Müller, von welchem aus in Richtung Forsthaus geschossen wurde. Wallenfels war damals Sitz eines fürstbischöflichen Vogtamtes, das als Grenzamt ein gut ausgebildetes Bürger- und Schützenkorps benötigte. Bekanntlich wurden im 30-jährigen Kriege der Wallenfelser Bürgermeister Stöcker und 16 Bürgersöhne unter grausamen Qualen hingemordet, deren Namen auch in den Schützenlisten der letzten Jahrhunderte immer wiederkehren und wohl als direkte Nachkommen jener tapferen für ihre Heimat gefallenen Bürger anzusprechen sind. Die heutige Schützengesellschaft besteht als Verein seit 1860. Viele Jahrzehnte war sie Besitzerin der Brauerei und Schießstätte im schönen Sommerkeller, später allerdings nur mehr Gast, bis zum Jahre 1925. Seit 1926 findet das Schützenfest wieder auf eigenem Grundstück am Westeingang des Marktes statt. Es ist anzunehmen, daß jetzt auch wieder die ganze Umgegend dazu beitragen wird, das Wallenfelser Schützenfest wieder zum Treffpunkt des ganzen Frankenwaldes zu gestalten. An beiden Tagen sind nachmittags und abends große Konzerte und Gelegenheit zum Brucktanz. Auch der übrige Schützenfestbetrieb wird nicht fehlen."
Etwa im gleichen Jargon berichtete auch die "Bayerische Ostmark" in Nr. 172 vom Freitag, 26.7.1935.
Ergänzend wurde dort u.a. noch angeführt:"…………..besonders sei noch auf die niedrige Einlage - 60 Pf. für Kleinkaliberschießen - hingewiesen. Sie ist derart niedrig gehalten, damit sich jeder Volksgenosse an unserem Volksfest aktiv beteiligen und sich mit diesem kleinen Einsatz bis zu drei Preise erringen kann………….Doppelflieger, Salon-Schiffschaukel, Kinderkarusell und Sporthallen sorgen für einen lustigen Schützenfest- und Kirchweihbetrieb. Der Eintritt am Festplatz ist frei……….. . Und deshalb die Losung für Sonntag und Montag: Alle Frankenwäldler auf zum Schützenfest nach Wallenfels ! In der "Fränkischen Presse" vom 1.8.1935 erfolgte schließlich die Bekanntgabe der Preisträger des Jubiläumsschießen. So sicherte sich Herr Theodor Köstner den 1. Platz auf die Jubiläumsscheibe und wurde zugleich Schützenkönig. Apotheker Schropp belegte den 2. Platz. Es folgten Heinrich Schmitt, Müller Lisa sen. u. Müller-Casparsohn auf den weiteren Plätzen. Auf der Glückscheibe gewann Hans Gleich den 1. Preis, desgleichen auf der Ehrenscheibe. Im Kleinkaliber ist ein Herr Löbenfelder aus Steinwiesen namentlich mit dem 1. Platz genannt.
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